Samstag, 18.Februar 2012 - 14:01 Uhr

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Golfplatz: Bauantrag gescheitert

Golfplatz: Bauantrag gescheitert

Titelbild: Entwurfsplan für die Golfplatzerweiterung vom 22. Juni 2011. Quelle: Golfclub Norderney

(bad) – Der Bauantrag des Golfclubs Norderney auf Erweiterung des Golfplatzes von neun auch 18 Löcher wird vom Landkreis Aurich abgelehnt. Dies teilte der Erste Kreisrat Dr. Frank Puchert auf Anfrage mit.
Grund sei nicht das versagte Einvernehmen der Stadt mit den Zielen des Bauantrags gewesen, erläuterte Puchert. Vielmehr scheitere der Antrag bereits im Vorfeld daran, dass der Bauantrag den Verlauf zweier Radwege beeinflusse. Radwege seien öffentliche, zu Gunsten der Stadt gewidmete Flächen. Diese könnten nicht durch einen privaten Bauantrag einfach überplant werden.

Fehle das Einverständnis der Stadt oder sei nicht wenigstens eine Zustimmung der Stadt zum Bauantrag in Aussicht gestellt, sei dies „ein K.O.-Kriterium“, sagte Puchert. Der Bauantrag sei damit von vorne herein nicht zustimmungsfähig gewesen. Die Begründung zur Ratsentscheidung nach dem Bürgerbegehren sei insofern gar nicht mehr relevant und müsse nicht mehr geprüft werden, da das Verfahren bereits vorher scheitere.
Anders hätte es wohl ausgesehen, wenn das Votum der Bürger für die Erweiterung des Golfplatzes ausgegangen wäre, vermutete der Kreisrat. Dann wären die öffentlichen Flächen der Radwege wohl entwidmet worden und das Bauantragsverfahren wäre weitergeführt worden.
Für Bürgermeister Frank Ulrichs war diese Begründung der Ablehnung neu. Die Radwege seien vorher nie Gegenstand der Diskussion gewesen, sagte Ulrichs. Das Ganze sei aber ein „komplexes Vorhaben“ gewesen.

Er gehe daher davon aus, dass diese Erkenntnis beim Landkreis erst im Rahmen der Überprüfung des Bauantrags aufgekommen sei. Er jedenfalls wolle nun die schriftliche Begründung des Landkreises abwarten.
Dasselbe sagt auch der Vorsitzende des Golfclubs Norderney, Frank Denecke. Im sei seit Kurzem erst bekannt, dass der Landkreis den Bauantrag mit dieser Begründung ablehne. Sobald etwas Schriftliches vorliege, entscheide die Mitgliederversammlung, ob und was unternommen werde, so Denecke.

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Kommentare: 1

  1. F.Hennig

    Mittwoch, 22. Februar 2012 um 08:53 Uhr

    Gottseidank! Endlich scheint das Thema vom Tisch zu sein. Der Golfplatz bleibt wie er ist und diese elitären golfcluebchen bleiben in einem überschaubaren Maß. Also bleibt mehr Platz für kegelclubs die in ruhigen “Oasen ” ihrem Hobby nachgehen können. Man sollte aber vielleicht über die Erweiterung der sanitären Anlagen auf den Rad und Wanderwegen nachdenken damit die Natur nicht so arg belastet wird. Auch das aufstellen von kondomautomaten wäre eine zusätzliche Anregung. Ob und inwieweit das aufbauen von Ballermännern genehmigungspflichtig ist gilt es zu überdenken. Also nochmals Gottseidank und viel Glück.
    PS: Es gibt auch andere Mütter mit schönen Töchtern.

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